Filmabend: "Die Möllner Briefe"
Der Film wird zum alljährlichen Tag gegen Rassismus von Amnesty International präsentiert und behandelt die Geschichte von İbrahim Arslan, welcher 1992 mit seiner Familie Opfer eines Brandanschlags wurde und Jahre später die im Stadtarchive Möllns verschollenen Briefe über Solidarität und Anteilnahme wiederentdeckte.
Über die Veranstaltung
Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals Siebenjährige überlebte, verlor jedoch seine Schwester, seinen Cousin und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt in der Folgezeit Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, welche jedoch nie an die Opfer weiter geleitet wurden. Stattdessen lagen sie unbeachtet im Stadtarchive, bis sie durch einen Zufall vor einigen Jahren wiederentdeckt wurden. Der Film begleitet İbrahim bei der Entdeckung der Briefe und zeichnet ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas.
Der Film versteht sich als ein Akt des Erinnerns, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Indem er die Perspektive der Überlebenden und Betroffenen in den Mittelpunkt rückt, eröffnet er eine neue Form der Auseinandersetzung mit dem Geschehen: er macht nicht nur das erlittene Unrecht sichtbar, sondern bringt auch die verborgene Anteilnahme und Solidarität der Gesellschaft zum Ausdruck.
Mit der Filmvorführung „Die Möllner Briefe“ möchte Amnesty International Düren auf den alljährlichen Tag gegen Rassismus am 21. März aufmerksam machen und zu Solidarität und Verantwortung aufrufen.
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